Berlins opulenteste Weinhandlung

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... also das behaupte ich zumindest mal. Aber der Reihe nach, denn der letzte Samstag begann nämlich kalt, regnerisch und kahl. Wir hatten noch eine Verabredung bei Coledampf's und Companies, denn bei unserem letzten Besuch mussten wir einen in den höchsten Tönen gepriesenen Riesling da lassen. Also nehme ich so ein halbes kleines Lunch aus Sellerieschnitzel mit Apfelchutney zum Start, das würde ich auch gern kochen können. Wir hatten Glück unser Riesling (Weingut Hirschhorner Hof, 2009, Riesling Buntsandstein) war noch nicht ausgetrunken und wir konnten mit zwei Flaschen weiterziehen. Wer das Aufbauhaus kennt, der weiß, da herrscht so eher ein kühles Beton-Industrie-Ambiente vor. Das ist ganz nett, aber es geht auch anders.

Einige Meter in Richtung Görlitzer Bahnhof befindet sich in der Oranienstraße die Weinhandlung Suff. Beim Eintreten wird man von riesigen Bildern förmlich erschlagen. Ich meine, das ist einmalig in Berlin. Nachdem man sich gefasst und satt gesehen hat, kann man sich dem Wein widmen. Und wenn man mal nicht weiter weiß (nee, nee ,ich weiß was ihr jetzt denkt - kein Arbeitskreis) fragt man das fachkundige und stressresistente Personal. Auch wenn mal etwas mehr Kunden im Laden stehen, wird die Erklärung nicht unterbrochen. Die Kunden scheinen das gewöhnt, vermutlich befanden sie sich auch schon in einer ähnlichen Situation und wollten ihr Weinwissen erweitern. Wir haben uns für zwei Pinot Noir (einmal Maison Champy, Bourgogne, 2009 und einmal Holger Koch, 2008, Herrenstück ) entschieden und nebenbei noch eine Menge über die empfindlichen Schalen der Trauben gelernt.

Also beide mal besuchen und die Gegensätze genießen.

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