Steinfigur Leser mit zwei Büchern

Dieter Moor kommt nach Amerika

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Dieter Moor (ja, das ist der mit dem Kinn) hat ein Buch über seinen Neuanfang in Amerika geschrieben. Er und seine Frau haben sich entschlossen, die Schweizer Bergwelt zu verlassen, und das heißt ganz konkret, einen Bauernhof inklusive Tieren umzuziehen. Beim von ihm angesteuerten Amerika geht es jedoch nicht über den Atlantik, sondern “nur” nach Ostdeutschland und zwar in das Dorf Amerika, welches nordöstlich von Berlin liegt. Das Buch beginnt mit der Ankunft in Amerika und schildert (vermutlich) Highlights aus dem ersten Jahr.

“Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht: Geschichten aus der arschlochfreien Zone“

Im Mittelpunkt der Geschichten stehen die Dorfbewohner: Bauern, Handwerker und die Besitzerin des Dorfladens (Dorfkonsum). Und hier gehen leider die Probleme los: Es gibt nämlich keine Frischmilch! Unfassbar! Und alle Überredungsversuche nutzen nichts - Frau Widdel lässt sich nicht überzeugen. Käse und Wurst in Plastikverpackung, da ist man aus der Schweiz eigentlich anderes gewöhnt. Dieter Moor und seine Frau müssen vorerst von den guten Bio-Lebensmitteln träumen. Hätte man ja nicht gedacht, so mitten auf dem Lande.
Erst ganz am Ende des Buches verirrt sich die Frischmilch nach Amerika. Ist sozusagen übriggeblieben und Dieter Moor bekommt sie großzügiger Weise.
“Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht: Geschichten aus der arschlochfreien Zone“ beschreibt den Blick von außen auf die wortkargen Menschen in Brandenburg und wie man tatsächlich als Schweizer (Intellektueller) Freunde in Brandenburg findet. Wer mehr über Essen und Kochen bei Dieter Moor erfahren will, der muss (vermutlich) zu seinem Kochbuch greifen. Ich kenne es noch nicht, aber demnächst ...