Steinfigur Leser mit zwei Büchern

Landpartie Brandenburg

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Unglaublich, aber wahr: In der Umgebung von Berlin soll es Weinberge geben! Grund genug, dies mal zum ersten Anlaufpunkt einer ganztägigen Landpartie ins um Umland von Berlin zu machen. Berliner Ring und wieder runter in Werder und dann zum Wachtelberg. Und es ist wirklich wahr.

Der Werderaner Wachtelberg

Der Weinberg Wachtelberg umfasst knapp 5 ha und wird seit 1996 von Herrn Lindicke plus Familie bewirtschaftet. Irgendwie befindet er sich in der Stadt Werder, man fährt zwischen einigen Neubaublöcken durch, ein Stück den Berg hoch, dann kommt ein kleiner Parkplatz und nach wenigen Schritten steht man mitten drin im Weinberg. Also für mich als Flachländer und Städter ist das schon ziemlich beeindruckend. Und am letzten Wochenende hatte das Wetter auch nochmal Sommer befohlen - das war schon ziemlich perfekt!

Blick über eine Teil des Wachtelbergs

Auf dem Weinberg gibt es auch ein kleines Lokal, eine Straußwirtschaft, wenn man so will. Kleine, rustikale Speisekarte und natürlich der Wein des Weinbergs. Schmalzbrote, Brezeln und Zwiebelkuchen passend zum Federweißen. Rebsorte Müller-Thurgau und weitere. Was macht den Wachtelberg so besonders?
Ein ziemlich schöner Ausblick auf Werder und Potsdam. Man kann sogar etwas durch den Weinberg wandern, gehört (scheinbar?) zum Panaoramaweg Werderobst. Und dann gibt es noch eine Art Lehrpfad, mit Schildern, kann man gucken wie der Wein in echt aussieht (nicht wie in der Flasche). Städter und alle anderen können mal eine Weinlese mitmachen - erste Schicht ab 8.00 Uhr! Leider ist am 16. Oktober Saisonschluss und damit geschlossen - also nochmal hin, Spätsommersonne tanken!

Blick Richtung Potsdam

Weinstöcke mit Weintrauben

Irrungen und Wirrungen und der Rittmeister

Nachdem mein Navigationsgerät aus Seestraße Seeweg gemacht hatte, ich nun mal durch's pitoreske Ferch gefahren bin, landet ich aber dennoch wohlbehalten an der zweiten Station der brandenburger Landpartie: dem Gasthaus Zum Rittmeister. Gasthaus und angeschlossenes Minihotel befinden sich ebenfalls in Werder und zwar direkt am Plessower See. Neben dem Gastraum (der gerade behochzeitet wurde) gibt es einen sehr schönen Hof, ideal an diesem ziemlich perfekten Sommerlandtag.

Blick in vom Hof des Rittmeister Richtung Gastraum

Wir starten mit einem Crémant rosé - das war kein Fehler. Eine besondere Spezialität auf der Karte des Rittmeister sind die Schnitzel und Filets vom Apfelschwein. Nicht nur, dass die völlig bio und artgerecht gehalten werden, nein - die kriegen auf noch Apfeltrester zugefüttert. Der bindet irgendwelche schlimmen Sachen, die sich sonst ansetzen würden und außerdem fühlt sich das Schwein wohler. Sauwohl vermutlich *Achtung Gefahr: akuter Niveauverlust an der Tastatur* Schwein gehabt, möchte ich jetzt kalauern.

Filet vom Apfelschwein mit Rösti

Ich entscheide mich für zwei Filets vom Apfelschwein mit Rösti und Salat. Meine Lieblingsbegleiterin für Poulardenbrust, nicht ohne den Hinweis: "Ich will aber unbedingt mal kosten, vom Apfelschwein". Dazu gibt's eine Graipfruitschorle - "… muss noch fahr'n."
Neben dem Gasthaus gibt es noch eine kleine parkähnliche Anlage, die unter anderen zu den Gästezimmern führt. Die Gästezimme sind alle ebenerdig und haben eine Miniterrasse. Und wer möchte, gelangt direkt über die Wiese zu einem Steg im Plessower See. Das sieht sehr gut aus, ich glaube da geht was!

Pferdeparkplatz