Steinfigur Leser mit zwei Büchern

Technik Text Kommunikation

Mediengenerierte Wirklichkeit - Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg

Heute ist die Verschiebung der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg großes Thema in den Berliner Medien. Groß scheint die Überraschung, dass die Eröffnung nicht termingerecht erfolgt. Über das tatsächliche Baugeschehen kann ich nichts sagen. Im letzen Jahr und speziell seit Jahresanfang entstand bei mir  jedoch der Eindruck, die Medien in Berlin (Zeitungen, TV, Radio) würden einseitig, gezielt positiv auf die Eröffnung des Flughafen hinschreiben (Flughafengesellschaft sieht Eröffnungstermin nicht gefährdet. „Alles ist im Zeitplan ). Keine Kritik, noch bis vor wenigen Wochen war alles ok, null Problemo, Eröffnung wie geplant. Heute weint die Hauptstadtpresse, Wowereit und Platzek sind stinksauer. "Die Häme der Netzgemeinde" titelt der Tagesspiegel und beschreibt die Reaktionen auf Twitter zur Verschiebung.

RSS-Feed des Berliner Tagesspiegels

Eindeutiger Tenor des Artikels: Die miese Netzgemeinde macht sich über die armen Politiker und Flughafenbauer lustig. Unerhört, dass die jetzt eine eigene Meinung haben und auch noch so laut, dass sie nicht zu überhören ist. Niemand glaubt nun mehr die perfekt abgeschrieben PR-Storys aus den Medien. Verdammt ...

Gehwegschäden von Helmut Kuhn

Off Topic - keine Restaurants, kein Wein, kein Essen

Zu Beginn dieser Woche las ich einen Artikel in dem die Sportart Schachboxen erwähnt wurde. Aus meiner Kindheit weiß ich noch, dass mein Vater sich immer absurde Sportarten ausdachte, beispielsweise Stabhochboxen oder 100-Meter-Verfolgungsfechten. Nur um eine solche Sportart kann es sich hier handeln. Stimmt nicht, Schachboxen gibt es wirklich und es besteht wirklich aus den zwei gegensätzlichen Sportarten Boxen und Schachspielen. Die Hauptfigur in Helmut Kuhns Roman "Gehwegschäden" lebt in Berlin und betreibt diesen Sport.

Buchcover Helmut Kuhn Gehwegschäden

Thomas Frantz ist einer wie viele, noch nicht ganz unten, aber knapp davor. Diese Viele leben in Berlin, vermutlich auch in anderen Großstädten, sind über vierzig und irgendwann falsch von der Kariereautobahn abgefahren oder durch einen Unfall ins weite Feld geschleudert worden. Die können schon was, sind nicht abgehängt, haben schon was gemacht. Der Ist-Zustand ist jedoch meist erbärmlich. Mit Gelegenheitsjobs halten sie sich knapp über Wasser, wohl wissend, dass sie ausgebeutet werden und eigentlich irgend etwas anders machten müssten.

Mittagessen ist fertig ...

... könnte man im Büro mal rufen, statt immer nur zum Schachtelwirt zu gehen. Einer muss natürlich losgehen und einkaufen, aber dann finden sich auch Kollegen die mitkochen, schnippeln ... ... und wenn es dann auf dem Tisch steht, dann kommen immer mehr Leute. Waren…