Steinfigur Leser mit zwei Büchern

Restaurant Sakura in Berlin Friedrichshain

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Also eines mal vornweg: Leicht zu finden ist das Sakura nicht. Es befindet sich im ersten Stock einer kleinen Einkaufspassage und der Weg ist … reichlich merkwürdig. Das Sakura ist laut Website ein japanisches Restaurant, bietet aber auch einige sehr europäisch anmutende Gerichte wie Rinderroulade.
Alle Tische sind um Grillplatten (Teppanyaki) herum gebaut und die Spezialität des Hauses ist eben die Zubereitung der Speisen am Tisch, vor den Augen der Gäste. Um größere Schäden zu vermeiden, wird dem Gast zunächst ein großer (und sehr alberner) Papierlatz gereicht . Nein, ich habe ihn nicht umgehangen. Die Speisekarte enthält eine ziemliche Auswahl warmer Gerichte + Sushi und Desserts. Die Getränkekarte ist ebenfalls überdurchschnittlich gefüllt.
Als besonderes, total unasiatisches, Extra gibt Bisonfilet, für nicht direkt preiswerte 33 Euro pro 180 Gramm. Aber dafür kommt es von einer amerikanischen Cooperative, die alles total öko und tierschonend macht. Das nehm’ ich! Dazu Gemüse vom Grill und davor eine Miso-Suppe. An beidem gibt es nicht auszusetzen. Der Bison hat die Struktur von Rind, geschmacklich eine leichte Lebernote - gar nicht schlecht. Bei den Soßen gibt es noch “always room for improvement” und auch bei Butter und Öl wäre ich sparsamer gewesen, das bekommt man eben mit, wenn direkt vor der Nase gekocht wird.
Also wer es ausprobieren will, nur keine Scheu. Das Sakura hat vier Filialen in Berlin.