Steinfigur Leser mit zwei Büchern

Straßenbahndepot Heiligensee

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Nach meiner Feststellung der gastronomischen Ödnis im Norden von Berlin, stieß ich auf einen Artikel von Herrn Matthies im Berliner Tagesspiegel, der anscheinend eine Perle im (fast) märkischen Sand gefunden hat. Nur zehn Autominuten von mir entfernt befindet sich das Straßenbahndepot Heiligensee.

Straßenbahndepot Heiligensee

Baugerüste in der Dämmerung künden von großen Ambitionen. Und beeindruckend ist als erstes die Eingangstür - Metall und Glas, 3,50 hoch? Geht zum Glück automatisch auf. Drinnen gemütliches Ambiente, Lampen aus alten Keramikisolatoren, Lederbänke und im Vordergrund eine überdimensionale Designerlampe - wer muß die putzen? Gibt sogar meinen (unseren) Lieblingschampagner, der mit ein paar Austern keinen schlechten Starter abgibt. Eine kleine Überraschung gab es noch im Brotkorb - schaumig geschlagene Butter. Schmeckt wie Butter, nur leichter - Kalorien bleiben unverändert.

Die Hauptgerichte: Rinderfilet, Bohnenbündel und Kartoffelgratin und Nummer zwei: Seeteufel auf Gemüse. Die Bohnenbündel bestehen aus in Schinken eingerollten und frittierten Bohnen - puh, da reicht eins. Das Filet war gut, 170 Gramm, mehr brauch' ich da auch nicht. Soll ja noch Platz für ein Dessert bleiben.

Rinderfilet, Bohnebündel, Kartoffelgratin

Und das besteht aus einem Schokofondant und einer Kugel Eis und dann ist wirklich Schluß bei mir.

Schokofondant mit Eis

Von den Weinen ist mir der Tommasi Crearo im Gedächtnis geblieben.

Seit einigen Monaten gibt es wechselnde Menüs und im Sommer soll der Biergarten für kräftig Umsatz sorgen. Das könnte klappen - ganz oben in Berlin.